Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen. Friedrich Dürrenmatt

Die Aufträge sind könnten unterschiedlicher nicht sein: Portraits für Künstler, Theaterfotografie, Shootings mit Dance-Companies, Foto-Inszenierungen für Websites und Werbekampagnen – alles möglich!

Mit 14 die erste Kamera – eine 6×6 Voigtländer. 12 Aufnahmen auf einen Rollfilm – kein Belichtungsmesser, keine Automatik. Blende, Zeit und Filmempfindlichkeit, Tiefenschärfe und Brennweite – gelerntes Fachwissen, das heute noch zur Anwendung kommt, “trotz” digital und vollautomatisch. Während der Gymnasiumszeit die erste Spiegelreflexkamera, immer noch Film, immerhin jetzt 36 Aufnahmen. Schwarzweiss Labor an der Schule, Geheimnisse der Dunkelkammer ausloten – um heute, Jahrzehnte später, in der Photoshop Werkzeugleiste die damaligen Gerätschaften als Symbole wieder zu erkennen.

In Paris Hausphotograph an der Schule von Etienne Decroux. Später – zurück nach den Lehr- und Wanderjahren im Ausland – die erste Nikon, eine F3, mit einigen exquisiten Objektiven dazu. Irgendmal die Umstellung auf Digital, die F3 und die Objektive verschwinden unterm Bett. Zehn Jahre später die erste digitale Vollformatkamera – die alten Objektive tauchen wieder aus der Versenkung auf. Dazu kommt eben Photoshop – das Aufbereiten von Bildern für Webseiten ist etwas völlig anderes als für den Offsetdruck.

Fotografie als Handwerk, als angewandte Kunst, als Dienstleistung für Tanz- und Theatergruppen, für Tanz- und Theaterschulen. Und natürlich die eigenen Regiearbeiten und Choreografien.